Drama- und Theaterpädagogik und ihre Bedeutung für Sprachvermittlung und interkulturelles Lernen an iranischen Hochschulen

نویسندگان

1 Doktorand für Deutsch als Fremdsprache und Literatur an der Universität Teheran

2 Assistenzprofessor, Fakultät für Fremdsprachen und Literaturen, Universität Teheran

3 Doktorandin für Deutsch als Fremdsprache und Literatur an der Universität Teheran

doi
10.22034/spektrum.2025.502616.1021
چکیده

Diese qualitative Fallstudie untersucht die Rolle der Drama- und Theaterpädagogik im Unterricht Deutsch als Fremdsprache (DaF) an iranischen Hochschulen im Zeitraum 1403–1404 (2024–2025). Ziel der Studie ist es, zu analysieren, inwiefern dramapädagogische Methoden den Lernprozess von Studierenden erleichtern, insbesondere im Hinblick auf den Abbau von Sprechhemmungen, das Erlernen neuer Vokabeln und grammatikalischer Strukturen sowie die Förderung interkultureller Kompetenzen. Ausgangspunkt ist die Frage, ob und wie Theaterarbeit zur Überwindung von Scham und Sprachangst beitragen und Studierende – vor allem in den Anfangssemestern – zur aktiven Teilnahme und Ausdrucksfähigkeit im Unterricht motivieren kann. Zudem wird untersucht, ob die Arbeit mit dramatischen Texten das kulturelle Verständnis stärkt und die Motivation zur Textarbeit erhöht. Die Datenerhebung erfolgte durch Gruppendiskussionen sowie offene Fragebögen mit Studierenden der Germanistik an der Universität Teheran. Alle Aussagen wurden transkribiert und mithilfe der Software MAXQDA qualitativ ausgewertet. Zur Sicherung der Vertrauenswürdigkeit der Daten wurden die Ergebnisse durch Triangulation der Methoden (Diskussion + Fragebogen), Teilnehmerfeedback sowie konsistente Kategorienbildung überprüft. Die Studie zeigt auf, dass dramapädagogische Ansätze nicht nur die sprachliche Ausdrucksfähigkeit und das interkulturelle Lernen unterstützen, sondern auch zur persönlichen Entwicklung der Lernenden beitragen können. Sie ruft Lehrende dazu auf, das Potenzial dieser Methode systematisch zu nutzen und in den DaF-Unterricht zu integrieren.