Verschiebung religiöser Ausrichtungen: Qāżīzādih Ardibīlī durch seine Schriften
نویسندگان
1 Assistenzprofessor für Geschichte und Zivilisation muslimischer Nationen an der Ferdowsi-Universität Mashhad, Iran
doi
10.22034/spektrum.2025.518019.1031چکیده
Qāżīzādih Ardibilī war ein iranischer Gelehrter, der von osmanischen Truppen gefangen genommen wurde, jedoch dennoch begann, Bücher auf Persisch zu schreiben und zu übersetzen. Er verfasste Ghazavāt-i Sulṭān Salīm auf Persisch und übersetzte Wafayāt al-aʿyān aus dem Arabischen ins Persische. In beiden Werken lässt sich Qāżīzādihs religiöse Ausrichtung durch verschiedene Elemente seiner Schrift erkennen. Basierend auf Bibliotheksrecherchen und einer vergleichenden Analyse der beiden Texte (Ghazavāt-i Sulṭān Salīm und Wafayāt al-aʿyān) zeigt diese Studie, dass Qāżīzādih, ein Anhänger des schiitischen Islams, in diesen beiden Werken unterschiedliche Haltungen gegenüber den Ahl al-Sunna einnahm. In seiner Übersetzung von Wafayāt al-aʿyān verwendete Qāżīzādih einen gemäßigteren Ton gegenüber der konkurrierenden Konfession. Dieser Wandel lässt sich auf die frühere Abfassung von Ghazavāt, die unterschiedliche Zielgruppen der beiden Werke und die unterschiedlichen Anforderungen an das Schreiben originärer Werke versus Übersetzungen zurückführen. Diese Studie untersucht die Transformation in Qāżīzādihs religiöser Ausrichtung, identifiziert Anzeichen einer Anpassung seiner schiitischen Haltung und analysiert die Faktoren, die zu dieser Entwicklung beigetragen haben.