Zwischen Kulturkampf und Kulturdialog Zur Auswärtigen Kulturpolitik der Islamischen Republik Iran gegenüber dem Westen - oder zum Iran-Image im Westen seit 1979
نویسندگان
1 Freier Sprach- und Regionalforscher mit Schwerpunkt auf dem persischen Sprachraum. Studium der Germanistik und Iranistik an der FU Berlin sowie Universität Potsdam und Promotion in Zentralasien-Studien an der HU Berlin
doi
10.22034/spektrum.2020.190287چکیده
Gegenstand dieses Artikels ist die auswärtige Kulturpolitik der Islamischen Republik Iran gegenüber der westlichen Welt, die aus Staaten mit gemeinsamen Wertgrundlagen besteht. Obwohl der Autor bei der Auswahl von Beispielen zur Untersuchung der kulturellen Interaktion und Konfrontation Irans mit dem Westen keinen spezifischen westlichen Staat in den Fokus nimmt, berücksichtigt er aufgrund des Umfangs und der Tradition der Beziehungen insbesondere die Bundesrepublik Deutschland – sowohl vor als auch nach der Islamischen Revolution. Ziel dieses Artikels ist es, politische Ereignisse zu untersuchen, die nicht nur von historischer Bedeutung waren, sondern aus kulturpolitischer Perspektive auch eine entscheidende Rolle bei der Prägung des mehr oder weniger negativen Bildes des heutigen Iran in der westlichen Welt und deren Medienimperium spielten. Der Autor versucht, die offiziellen iranischen Haltungen zu kontroversen politisch-kulturellen Ereignissen mit dem Westen für ein westliches, insbesondere deutschsprachiges Publikum neutral darzustellen. Den analytischen Rahmen dieses Artikels bilden die Ereignisse nach der Islamischen Revolution Irans als historisch bedeutsamster Moment der neueren iranischen Geschichte unter dem Einfluss der Kolonialmächte und als Wendepunkt der Rückbesinnung auf die islamische Identität des Landes.